Databricks Use Case Logistik
Databricks Use Case Logistik

Auf einen Blick

  • Branche

    Transport & Logistik (international)

  • Bereich

    Air & Sea, Abteilung Datenplattform

  • Plattform

    Azure Databricks, Delta Lake, Power BI 

  • Ergebnis

    3× mehr Datenaktualisierungen, 90 % weniger Security-Daten

Ausgangslage

Der Kunde ist ein weltweit tätiges Transport- und Logistikunternehmen, dessen Geschäftsbereich Air & Sea für das operative Tagesgeschäft und fundierte Geschäftsentscheidungen auf Daten angewiesen ist. Tausende Mitarbeitende im gesamten Unternehmen nutzen Power-BI-Berichte, um Sendungen, operative Leistungskennzahlen und kommerzielle Kennzahlen zu überwachen und zu analysieren.

Die bestehende Datenplattform basierte auf Azure SQL Server. Sämtliche Datentransformationen wurden über Stored Procedures ausgeführt und mittels Azure Data Factory orchestriert. Anschliessend wurden die aufbereiteten Daten in semantische Modelle von Azure Analysis Services geladen, die als Grundlage für die Power-BI-Berichte dienten.

Die Architektur war über mehrere Jahre organisch gewachsen und wurde zunehmend komplexer und wartungsintensiver. Gleichzeitig konnte die bestehende Plattform den steigenden Anforderungen des Geschäftsbereichs an die Aktualität, Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit der Daten nicht mehr ausreichend gerecht werden.

Die Herausforderungen

  • Lange Verarbeitungszeiten: Nur eine Ladung pro Tag war möglich, Daten waren oft bis zu 24 Stunden alt.

  • Redundante Logik: Mehrfach implementierte Transformationen verlängerten die Laufzeiten und erhöhten das Risiko inkonsistenter Ergebnisse.

  • Versteckte Geschäftsregeln: Kritische Regeln steckten in langen SQL-Prozeduren und waren kaum nachvollziehbar. 

  • Langsame Semantic Models und schwergewichtige Row-Level Security: Sehr grosse Security-Tabellen bremsten die Berichte spürbar. 

  • Begrenzte Skalierbarkeit bei wachsenden Datenmengen und Nutzerzahlen.

Die Lösung: Azure SQL Server Migration zu Azure Databricks

Migration mit Mehrwert 

Wir haben die Stored Procedures nicht Zeile für Zeile übersetzt, sondern jede Prozedur analysiert, die zugrunde liegenden Geschäftsregeln herausgearbeitet und die Pipelines in Databricks neu strukturiert. Redundanzen wurden entfernt, wiederkehrende Transformationen konsolidiert. Das Ergebnis ist eine schlankere, schnellere Verarbeitungsschicht auf Basis von Delta Lake und eine dokumentierte Sicht auf die eigenen Geschäftsregeln.

Nahtlos im bestehenden Azure-Ökosystem

Die neuen Databricks-Pipelines werden über Azure Data Factory und Azure Synapse Pipelines orchestriert. So fügt sich die Lösung ohne zusätzliche Tools in die bestehende Betriebslandschaft ein.

Optimierte Semantic Models

Wir haben die Azure Analysis Services Modelle durchgängig überprüft und im Design optimiert. Das verkürzte die Refresh-Zeiten und beschleunigte die Interaktion in Power BI.

Neues Konzept für Power BI Row-Level Security

In einer späteren Phase haben wir das Row-Level-Security-Modell neu konzipiert und das Volumen der Security-Daten um 90 % reduziert, mit deutlich spürbarem Performance-Gewinn für alle Nutzer.

Enablement des Kundenteams

Gemeinsam mit dem internen Team haben wir Best Practices für die Databricks-Entwicklung und kosteneffiziente Pipelines etabliert. Das Team entwickelt die Plattform heute eigenständig weiter.

Eingesetzte Technologien

    • Azure Databricks - Zentrale Plattform für die Datenverarbeitung und -transformation
    • Delta Lake - Speicherschicht für eine zuverlässige und leistungsfähige Datenverarbeitung
    • Azure Data Factory und Azure Synapse Analytics (Pipelines) - Orchestrierung und Steuerung der Datenprozesse
    • Azure SQL Server - Bisherige Datenplattform und Quelle der migrierten Verarbeitungslogik
    • Azure Analysis Services (Tabular) - Bereitstellung semantischer Datenmodelle
    • Power BI - Reporting und Self-Service-Analysen, einschliesslich zeilenbasierter Zugriffskontrolle (Row-Level Security)
Databricks Use Case Logistik
Databricks Use Case Logistik

Die Ergebnisse

  • 3× mehr Datenaktualisierungen: drei statt bisher einer Datenaktualisierung pro Tag.

  • 90 % weniger Security-Daten: schnellere, reaktionsfreudigere Power-BI-Berichte

     

  • Stabilität im grossen Massstab: zuverlässig für Tausende Nutzer

     

  • Wartbarer Code: explizite Geschäftsregeln statt verschachtelter Prozeduren

     

  • Kostenbewusster Betrieb: passend dimensionierte Compute-Ressourcen

     

  • Autonomes Team: einheitliche Standards für neue Pipelines

Best Practices für Ihre Databricks-Migration

  • Erst verstehen, dann migrieren: Altlasten nicht in die neue Plattform übernehmen.

  • Redundanz eliminieren: Jede Logik existiert nur an einer Stelle.

  • Kosten von Anfang an mitdenken: Compute richtig dimensionieren, Jobs effizient planen.

     

  • End-to-End optimieren: Transformation, Semantic Model, Bericht und Security gemeinsam betrachten.

     

  • Wissenstransfer sicherstellen: damit das interne Team selbstständig weiterarbeiten kann.

Häufige Fragen zu Databricks

Databricks ist eine cloudbasierte Data-Lakehouse-Plattform, die Datenverarbeitung, Analytics und KI auf einer gemeinsamen Basis vereint. Auf Azure wird sie als Azure Databricks angeboten und nutzt Delta Lake als zuverlässige Speicherschicht.

Vor allem dann, wenn lange Ladezeiten, wachsende Datenmengen oder komplexe Stored Procedures die Aktualität der Daten bremsen. Entscheidend ist, die Logik bei der Migration zu überarbeiten statt sie nur zu kopieren.

Ja. Databricks übernimmt die Datenaufbereitung, Power BI das Reporting, inklusive Row-Level Security für Tausende Nutzer.

Updated: 28.10.2026