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Der Kunde

Lebenswerte, nachhaltige Raumkonzepte für die Wohn- und Arbeitswelten von morgen zu entwickeln, diesem Ziel hat sich Häfele verschrieben. Gemeinsam mit seinen Partnern schafft Häfele ressourcenschonende, multifunktionale Lösungen bei höchstem Komfort. Der 1923 gegründete, global agierende Spezialist für intelligente Beschlagtechnik, elektronische Schliesssysteme sowie Beleuchtung und Vernetzung bietet seinen Kunden aus über 150 Ländern eine einzigartige 360°-Kompetenz. Mit einem umfassenden Produktsortiment, zahlreichen Serviceleistungen und viel Innovationsgeist steht das Familienunternehmen seinen Partnern aus Handwerk, Möbelindustrie, Handel und Architektur als verlässlicher Partner zur Seite - von der Ideenfindung über die Planung bis zur Umsetzung ihrer Projekte. Über 8.000 Mitarbeitende sowie 38 Tochterunternehmen und zahlreiche weitere Vertretungen in aller Welt bilden das Team des Global Players mit Hauptsitz in Nagold im Schwarzwald. Die Unternehmensgruppe wird seit Januar 2023 von Gregor Riekena geführt. Sibylle Thierer vertritt als Vorsitzende des Verwaltungsrats die Interessen der Gesellschafterfamilien. Im Geschäftsjahr 2024 erzielte die Häfele Gruppe einen Umsatz von 1,74 Mrd. Euro bei einem Exportanteil von 82%. 

Erfolgsgeschichte - Häfele Gruppe
Erfolgsgeschichte - Häfele Gruppe

Lösung im Überblick

  • Branche: Möbel- und Baubeschlagindustrie

  • Abteilungen: unternehmensweiter Einsatz

  • Region: Nagold (Hauptsitz), 38 ausländische Vertriebsgesellschaften, 5 Produktionswerke in Europa

  • Datenquellen: SAP R/3

  • Eingesetzte Technologie: Qlik Sense, iVIEW Library, Qlik NPrinting, Vizlib

  • ROI & Time-to-value: Bessere Analysen und Berichte, eine zentrale und harmonisierte Reporting-Struktur sowie deutlich reduzierte Ladezeiten.

Ausgangssituation

Die Häfele Gruppe, ein international tätiger Spezialist für intelligente Beschlagtechnik, elektronische Schliesssysteme sowie Beleuchtung und Vernetzung, wurde im Februar 2023 Opfer eines schweren Cyberangriffs, der zu erheblichen Störungen im weltweiten Geschäftsbetrieb führte. Dank präventiver Tätigkeiten im Vorfeld des Cyberangriffs, schneller Reaktion und effektiver Zusammenarbeit mit Partnern konnte Häfele den Geschäftsbetrieb innerhalb weniger Monate nahezu vollständig wiederherstellen. Das Unternehmen im Nordschwarzwald machte zudem aus der Not eine Tugend und modernisierte die IT-Landschaft umfassend. 

Das galt auch für die BI-Umgebung. „Unsere Geschäftsdatenanalysen wurden bislang mit QlikView umgesetzt. Anstatt erneut eine auf mehrere Server verteilte Struktur mit erheblichem IT-Aufwand aufzubauen, haben wir uns für einen Wechsel zu Qlik Sense entschieden. Ziel war es, eine moderne, zentralisierte und standardisierte Daten- und Reporting-Struktur zu etablieren“, berichtet Andreas Bihler, Head of Finance / Controlling der Häfele Gruppe. „Den Plan, auf Qlik Sense zu migrieren, hatten wir tatsächlich schon länger. Die Cyberattacke zündete letztlich den Turbo.“

Lösung

Unkomplizierte Migration binnen vier Wochen

Beim Wechsel von QlikView zu Qlik Sense setzte Häfele auf die Unterstützung des Qlik Elite Partners Informatec, der das Unternehmen bereits in früheren BI-Projekten erfolgreich begleitet hatte. 

Die Projektvorbereitungen starteten im April, der globale Go-Live der Sales App erfolgte planmässig im Mai. Informatec übernahm die Planung der Systemlandschaft, die Auswahl der Server, die Architektur sowie die Einrichtung aller Komponenten und Schnittstellen. 

Da eine vollständige Integration aufgrund bestehender IT-Vorgaben noch nicht möglich war, wurde das SAP R/3-System mithilfe des Qlik SAP Connectors angebunden. Informatec kümmerte sich um Installation, Setup und Serverbereitstellung von Qlik Sense sowie um die Implementierung relevanter Applikationen – darunter Vizlib für erweiterte Visualisierungen und Qlik NPrinting, über das in Zukunft Reports automatisiert versendet werden sollen. Darüber hinaus unterstützte der Qlik Elite Partner bei der Weiter- und Neuentwicklung von Applikationen.

Einsatzbereiche und Nutzen

Globale Qlik Sense Nutzung

Qlik Sense wird weltweit in allen mehr als 40 Gesellschaften der Häfele Gruppe von rund 1.100 Mitarbeitenden in verschiedenen Funktionen und Abteilungen genutzt. 

Dem Vertrieb stehen neben klassischen Vertriebskennzahlen auch Plan-Ist- und Ist-Ist-Vergleiche sowie Auswertungen zur Umsatz- und Deckungsbeitragsentwicklung zur Verfügung – eine wichtige Grundlage, um Trends frühzeitig zu erkennen. Abrufbar sind zudem detaillierte Informationen zum Umsatz, beispielsweise der Online- und Offline-Anteil sowie die Entwicklungen nach Kunden, Sortimenten, Marktsegmenten oder Lieferanten. Die Daten werden bis zu zweimal täglich aktualisiert, um jederzeit auf dem neuesten Stand zu sein.

In Qlik Sense ist zudem eine umfassende Inventory App zur Entwicklung der weltweiten Bestände integriert. Analysen zu Umschlagshäufigkeit und Reichweite ermöglichen es, potenzielle Abwertungsrisiken frühzeitig zu erkennen und Bewegungstypen zu identifizieren. Auf dieser Basis kann Häfele Bestände standort- und gesellschaftsübergreifend steuern.

Der Einkauf nutzt Qlik Sense mit der Purchasing App zur Analyse zentraler Kennzahlen wie dem Volumen platzierter Bestellungen und der Entwicklung von Einkaufspreisen. Ein besonderer Mehrwert entsteht durch den sogenannten Sourcing-Footprint: Er zeigt, aus welchen Märkten und Regionen Waren bezogen werden, und bildet die Grundlage für fundierte Risikoanalysen. So kann Häfele besser einschätzen, welche Beschaffungsmärkte besonders relevant sind und wie sich die Lieferkette – von der Herkunft der Ware bis hin zu den Transportwegen – auf die Verfügbarkeit auswirkt.

Ebenfalls verfügbar ist eine Assortment App zur Sortimentsanalyse und -steuerung.Im Rahmen des Geschäftsplans definieren wir etwas mehr als zehn Sortimente, auf die wir unseren Fokus legen“, erklärt Andreas Bihler. „Mit Qlik Sense können wir diese Sortimente tagesaktuell auswerten – zum Beispiel nach Umsatz und Absatz pro Vertriebsniederlassung oder Region – und den Umsatz dem jeweiligen Budget gegenüberstellen.

Erfolgsgeschichte - Häfele Gruppe
Erfolgsgeschichte - Häfele Gruppe

Optimiertes Datenmanagement und harmonisiertes Reporting 

Qlik Sense ist für Häfele heute ein wichtiges Werkzeug zur Analyse und Bereitstellung von SAP-Daten. Die Anwenderinnen und Anwender greifen dabei auf kuratierte, regelmässig gepflegte Kennzahlen zurück. Besonders hilfreich sind praktische Funktionen wie Bookmarks, mit denen sich wiederkehrende Berichte und Ansichten speichern und einfach mit Kolleginnen und Kollegen teilen lassen. 

Die bereichsübergreifende Zusammenarbeit wird zusätzlich durch eine Embedded-Funktion unterstützt. Sie erstellt dynamische Links, die alle aktiven Filter und Einstellungen enthalten. So können mehrere Beteiligte ein Thema gemeinsam oder unabhängig voneinander im Detail analysieren – immer auf der gleichen Datenbasis. 

Mit der Migration von QlikView auf Qlik Sense hat Häfele das gruppenweite Reporting vereinheitlicht und klare Standards eingeführt. Dadurch wurden Konsistenz und Vergleichbarkeit der Berichte spürbar verbessert – fundierte Entscheidungen lassen sich nun auf einer gemeinsamen Datenbasis treffen. Auch die Performance konnte gesteigert werden, wie Andreas Bihler ergänzt: „Sowohl die Laufzeiten in SAP als auch die Ladezyklen in der Qlik Umgebung haben wir deutlich verkürzt.“ 

Die Skripte und Datenstrukturen sind nach dem Prinzip „One fits many“ auf Wiederverwendbarkeit ausgelegt. Das sorgt für eine effizientere Nutzung vorhandener Informationen und fördert eine datenbasierte Entscheidungsfindung.

Erfolgsgeschichte - Häfele Gruppe
Erfolgsgeschichte - Häfele Gruppe

Zukunft

Weitere Qlik Applikationen sind bereits in Planung – etwa Auswertungen für die Logistik auf Basis von SAP EWM-Daten. Auch die nächste Stufe der BI-Entwicklung steht bei Häfele bevor: Künftig sollen Anwenderinnen und Anwender neben dem Standardreporting auch individuelle Ad-hoc-Analysen erstellen können. 

Um dabei sicherzustellen, dass ausschliesslich zentral verwaltete Inhalte genutzt werden, setzt Häfele auf ein Modul des von Informatec entwickelten Data Automation Frameworks iVIEW. Die iVIEW Library ermöglicht eine konsistente Nutzung von Master Items über alle Anwendungen hinweg. Inhalte lassen sich in Domänen gruppieren und gezielt Nutzergruppen zuordnen – was Governance und Sicherheit spürbar verbessert. Änderungen werden über Subscriptions in Echtzeit verteilt. 

Allein im Materialstamm verwalten wir über 500 geschäftsrelevante Felder – ergänzt durch Daten aus dem Kunden- und Lieferantenstamm, Rechnungen, Aufträgen, Bestellungen und mehr“, erklärt Andreas Bihler. „Mit der iVIEW Library wollen wir diese Datenbasis zentral steuern und für Ad-hoc-Reports effizient bereitstellen – um unsere Berichtserstellung weiter zu vereinfachen und zu beschleunigen.“ 

Mittelfristig plant Häfele den Aufbau einer globalen Datenplattform, die alle internen Systeme mit kuratierten, qualitativ hochwertigen Daten versorgt. Im Rahmen der strategischen Weiterentwicklung ist auch die Migration auf S/4HANA vorgesehen. Dank der offenen Architektur und flexiblen Schnittstellen von Qlik Sense können bestehende Analysen und Dashboards dabei nahtlos weitergenutzt werden.

Eine Option für die Zukunft ist für Häfele im Rahmen einer möglichen stärkeren Orientierung in die Cloud der Wechsel der Bereitstellungvariante von Qlik Sense on-premises auf das SaaS Modell Qlik Cloud.

iVIEW Library

ZUSAMMENFASSUNG

  • Herausforderungen

    • Organisch gewachsene BI-Landschaft ohne zentrale Steuerung
  • Lösung

    • Implementierung von Qlik Sense und iVIEW Library
  • Ergebnisse

    • bessere Analysen und Berichte
    • harmonisierte, zentralisierte Reporting-Struktur
    • reduzierte Ladezeiten